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    Die osmanische Migrationsroute in Domaniç

    Der Bezirk Domaniç verdankt seinen Namen seiner geografischen Lage und der umliegenden Landschaft: Der Begriff steht für einen herausragenden und unebenen Hügel bzw. Berg. Die osmanische Migrationsroute in Domaniç, in der Provinz Kütahya, verläuft durch diese schroffen Gebiete und Bergstraßen und erstreckt sich von Alagöz bis nach Gürgenyayla.

    Die osmanische Migrationsroute ist reich an Aktivitäten in der Natur wie Trekking, Fährtenlesen, botanischem Tourismus, Bergtouren und Vogelkunde.

    Darüber hinaus bietet diese Route beispiellose Einblicke in die biologische Vielfalt, historische und kulturelle Schätze und einmalige Aussichtspunkte. Man hat die Möglichkeit, faszinierende Naturwunder zu erkunden, was vor allem für Naturliebhaber ungemein verlockend ist. Auch die Bewohner der Stadt lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen, sich hier eine Pause vom Stress des städtischen Alltags und der Arbeitshektik zu gönnen.

    Die natürliche Route führt über die historischen Hochlandwanderwege zwischen Domaniç und Söğüt. Die Gegend wurde im 13. Jahrhundert vom Stamm der Kayı besiedelt, zu dem auch Osman Gazi, der Gründer des Osmanischen Reiches, gehörte.

    Die Wanderung der Kayı durch das Hochland begann bereits im Frühjahr. In der Regel zog der Stamm in der ersten Maiwoche von Söğüt in das Hochland von Domaniç und kehrte etwa in der ersten Septemberwoche in sein Winterquartier in Söğüt zurück.

    Die Route verläuft entlang historischer Wanderwege und antiker Ortschaften. Sie startet im Dorf Çarşamba am Grab von Hayme Ana, der Mutter von Ertuğrul Gazi, und endet am Çukurca-Teich, der die natürliche Grenze zwischen Domaniç (Kütahya) und Bozüyük (Bilecik) in Richtung Söğüt bildet.

    Die gesamte Strecke beträgt 6.736 Meter. Davon bestehen 2.968 Meter aus Wander- und Radwegen, während der restliche Abschnitt der 3.768 Meter lange Uluyol ist. Eine fünfte Strecke ist 11.170 Meter lang, doch aufgrund der Steigung der Straße wird diese nur als Fußgängerweg genutzt.

    Die Sommer in Domaniç sind in der Regel heiß und trocken, während die Winter kalt und regnerisch sind. Entlang des Weges wachsen Pflanzen und Bäume wie Lärchen, Buchen, Eichen, Walnussbäume, Wacholder, Pflaumen, Weißdorn, Ölweiden-Birne, Espen, Weiden, Hainbuchen, Zwergmispeln usw. Außerdem ist hier auch eine große Vielfalt an Tierarten beheimatet.

    Zu den sehenswerten Stationen auf der osmanischen Wanderroute gehören das Karagöl-Plateau, das Kızılsaray-Plateau, Ilıcaksu, das Selim-Ata-Grab, das Berçin-Turmhaus und das Grabmal von Hayme Ana.